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Posted by Lerche on 13. Mai 2026

Aid against Hate – Unsere Stimmen gegen Rassismus: AG gewinnt Sonderpreis beim Bremer Jugendpreis

Aid against hate Info

Große Freude an der Oberschule an der Lerchenstraße: Unsere AG „Aid against Hate – Schule gegen Rassismus“ wurde mit dem Sonderpreis des Bremer Jugendpreises 2026 ausgezeichnet.

Die Schüler:innen hatten Radiobeiträge gestaltet, in denen sie sich mit Rassismus, Ausgrenzung, Respekt und Zusammenleben beschäftigen. Dabei wurde deutlich: Junge Menschen haben viel zu sagen, wenn man ihnen zuhört und ihnen die Chance gibt, ihre Gedanken auf eigene Weise auszudrücken.

Besonders schön ist, dass die Beiträge nicht nur ausgezeichnet, sondern auch öffentlich sichtbar werden. Am 3. Juni 2026 sind die Schüler:innen zur Preisverleihung ins Bremer Rathaus eingeladen. Außerdem werden ihre Beiträge in der Stadtbibliothek Bremen ausgestellt.

Für unsere Schule ist das ein besonderer Moment. Die Stadtbibliothek ist ein Ort, an dem Kultur, Bildung und gesellschaftliche Themen zusammenkommen. Dass nun auch Arbeiten unserer Schüler:innen dort einen Platz bekommen, zeigt: Ihre Stimmen sind wichtig. Ihre Haltung zählt. Ihre Beiträge gehören in die Stadtgesellschaft.

Der Sonderpreis ist eine besondere Form der Anerkennung. Er zeigt, dass die Radiobeiträge durch ihre Idee, ihre Botschaft und ihre Wirkung aufgefallen sind. Unsere Schüler:innen haben deutlich gemacht, dass es nicht egal ist, wie wir miteinander umgehen. Respekt, Vielfalt und ein rassismusfreies Miteinander entstehen nicht von allein. Menschen müssen dafür einstehen – in der Schule, im Alltag, in der Stadt und überall dort, wo Ausgrenzung passiert.

Beeindruckend war für uns vor allem, wie einfach Demokratie manchmal beginnt: mit einer Frage, mit einem Gespräch, mit einer klaren Haltung. Die Schüler:innen haben gezeigt, dass man nicht warten muss, bis andere etwas tun. Man kann selbst anfangen.

Aus den Radiobeiträgen könnte perspektivisch sogar ein größeres Projekt entstehen: ein „Radio gegen Rassismus“. Dort könnten Schüler:innen regelmäßig Beiträge, Interviews und eigene Perspektiven veröffentlichen. Noch fehlen dafür die finanziellen Mittel. Die Auszeichnung zeigt aber, welches Potenzial in dieser Idee steckt.

Wir gratulieren allen beteiligten Schüler:innen und Lehrkräften ganz herzlich. Wir sind stolz auf dieses Engagement und dankbar dafür, dass unsere Schüler:innen die Möglichkeit bekommen haben, ihre Stimmen gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander einzusetzen.

Posted by Lerche on 13. Mai 2026

Bremer Friedenspreisträger zu Gast an der Oberschule an der Lerchenstraße

Bremer Friedensproes Info

Schüler:innen moderieren Begegnung mit der Stiftung „die Schwelle“

Die Oberschule an der Lerchenstraße durfte am vergangenen Dienstag erneut einen besonderen Gast begrüßen: Ein Preisträger des Internationalen Bremer Friedenspreises war gemeinsam mit einer kleinen Gruppe der Stiftung „die schwelle“ an unserer Schule zu Besuch.

Der Internationale Bremer Friedenspreis würdigt Menschen und Organisationen, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Versöhnung und gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzen. Für Schüler:innen ist eine solche Begegnung eine wertvolle Möglichkeit, Friedensarbeit nicht nur als Begriff kennenzulernen, sondern mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die sie konkret leben.

Der Besuch war sehr gut vorbereitet und wurde von vier Schüler:innen der Schule moderiert. Sie führten aufmerksam, sicher und zugewandt durch die Veranstaltung. Gerade diese Moderation machte deutlich, wie viel möglich wird, wenn Jugendlichen Verantwortung übertragen wird. Sie stellten Fragen, eröffneten Gesprächsräume und sorgten dafür, dass die Begegnung lebendig und ernsthaft zugleich wurde.

Von Seiten der Gäste kam im Anschluss eine sehr wertschätzende Rückmeldung. Der Empfang sei hervorragend vorbereitet gewesen; die Moderation durch die vier jungen Menschen wurde ausdrücklich gelobt. Für unsere Schule ist das eine schöne Anerkennung – besonders für die beteiligten Schüler:innen, die gezeigt haben, dass sie eine solche Veranstaltung souverän tragen können.

Inhaltlich wurde deutlich, dass Frieden kein fernes oder abstraktes Thema ist. Frieden beginnt nicht erst in großen internationalen Verhandlungen. Er beginnt auch im Alltag: im Umgang miteinander, in der Art, wie Konflikte angesprochen werden, im Zuhören, im Respekt vor anderen Erfahrungen und in der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Gerade deshalb sind solche Begegnungen für Schule wichtig. Sie zeigen, dass demokratische Bildung nicht nur aus Wissen besteht. Sie wird erfahrbar, wenn Schüler:innen Fragen stellen dürfen, wenn sie Menschen begegnen, die sich engagieren, und wenn sie erleben, dass ihr eigenes Handeln Bedeutung hat.

Die Oberschule an der Lerchenstraße bedankt sich herzlich bei der Stiftung „die Schwelle“, dem Preisträger und allen Beteiligten für den Besuch, das Vertrauen und den wertvollen Austausch. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, dass Schule ein Ort sein kann, an dem Friedensarbeit, Verantwortung und demokratisches Lernen ganz praktisch zusammenkommen.

Posted by Lerche on 13. Mai 2026

Oberschule an der Lerchenstraße wird als MSK-Schule zertifiziert

„Mathe sicher können“ stärkt Grundlagen, Vertrauen und Bildungschancen

Die Oberschule an der Lerchenstraße wird als MSK-Schule zertifiziert. Die Lenkungsgruppe des Landesprogramms Mathematik hat einstimmig beschlossen, die Schule für ihr besonderes Engagement bei der nachhaltigen Einführung und Umsetzung des Programms „Mathe sicher können“ auszuzeichnen.

Die Zertifizierung würdigt eine Entwicklung, die für viele Schüler:innen von großer Bedeutung ist. Mathematik ist ein Fach, in dem Inhalte stark aufeinander aufbauen. Wenn grundlegende Vorstellungen fehlen, entstehen schnell Lücken, die später schwer aufzuholen sind. Dann geht es nicht nur um einzelne Rechenaufgaben, sondern um Selbstvertrauen, Lernmotivation und Bildungschancen.

Das Programm „Mathe sicher können“ setzt genau hier an. Es unterstützt Schulen dabei, mathematische Basiskompetenzen systematisch zu fördern. Im Mittelpunkt steht nicht das schnelle Abarbeiten von Aufgaben, sondern echtes Verstehen: Was bedeuten Zahlen? Wie hängen Mengen, Operationen und Darstellungen zusammen? Warum funktioniert ein Rechenweg? Wie kann ein mathematischer Zusammenhang anschaulich gemacht werden?

Gerade diese Anschaulichkeit ist entscheidend. Viele Schüler:innen profitieren davon, wenn Mathematik nicht nur abstrakt erklärt wird, sondern über Materialien, Darstellungen, Gespräche und eigene Denkwege zugänglich wird. So können Grundlagen erneut aufgebaut, Unsicherheiten abgebaut und mathematische Vorstellungen gefestigt werden.

Die Zertifizierung als MSK-Schule ist deshalb mehr als ein formaler Schritt. Sie steht für eine pädagogische Haltung: Schüler:innen sollen nicht auf ihre Lücken reduziert werden. Sie sollen die Chance bekommen, Mathematik zu verstehen, Fragen zu stellen, Sicherheit zu gewinnen und wieder Zutrauen in das eigene Denken zu entwickeln.

Das ist auch eine Frage von Chancengerechtigkeit. Mathematische Kompetenzen sind für viele Bildungswege wichtig – nicht nur im Mathematikunterricht, sondern auch in den Naturwissenschaften, in Technik, Wirtschaft, Alltag und Beruf. Wer mathematische Zusammenhänge versteht, kann Probleme strukturieren, logisch denken, Informationen prüfen und Lösungen entwickeln. Damit ist Mathematik ein wichtiger Bestandteil von MINT-Bildung und zugleich eine Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe.

Die Zertifizierung findet am Mittwoch, 3. Juni 2026, im Rahmen des Abschlussfachtages der aktuellen MSK-Qualifizierung im LIS-Forum statt. Besonders erfreulich ist, dass die Zertifizierung durch Bildungssenator Mark Rackles vorgenommen wird. Damit wird der besondere Wert des MSK-Programms innerhalb des Landesprogramms Mathematik und der Bremer Qualitätsoffensive hervorgehoben.

Die Oberschule an der Lerchenstraße freut sich sehr über diese Anerkennung. Sie gilt den beteiligten Lehrkräften, den Fachverantwortlichen und allen, die sich dafür einsetzen, Mathematik verständlicher, zugänglicher und gerechter zu vermitteln.

Die Zertifizierung zeigt: Nachhaltige Schulentwicklung beginnt dort, wo genau hingeschaut wird. Welche Grundlagen brauchen unsere Schüler:innen? Welche Förderung hilft wirklich? Wie können wir Unterricht so gestalten, dass mehr Kinder und Jugendliche mathematische Inhalte verstehen?

Für die Oberschule an der Lerchenstraße ist die Antwort klar: Mathematik soll kein Ausschlussfach sein. Mathematik soll ein Fach sein, in dem Schüler:innen erleben können, dass Denken wächst, wenn man Zeit, Unterstützung und passende Zugänge bekommt.

Posted by Lerche on 28. März 2026

Auf nach Berlin – Sophie Rutke

Wer beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ erfolgreich sein will, braucht weit mehr als eine feste Meinung. Gefordert sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und die Bereitschaft, auch ungewohnte Perspektiven ernsthaft zu vertreten. In mehreren Wettbewerbsrunden – vom Schul- über den Regional- bis hin zum Landesentscheid – messen sich Schülerinnen und Schüler in strukturierten Debatten. Bewertet werden Klarheit im Argument, Fairness im Umgang miteinander und die Fähigkeit, komplexe Fragen differenziert zu beleuchten.

Dass dieser Wettbewerb weit über ein Rededuell hinausgeht, zeigt sich jedes Jahr aufs Neue. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander, prüfen die rechtliche Ausgangslage, analysieren Zielkonflikte und entwickeln tragfähige Lösungsansätze. Dabei gilt es, ruhig zu bleiben – selbst dann, wenn man eine Position vertreten muss, die nicht der eigenen Überzeugung entspricht. Gerade dieser Perspektivwechsel ist Kern des Formats: Argumentieren heißt hier, verstehen wollen.

In diesem Jahr hat sich mit Sophie Rutke aus der Klasse 24b eine Schülerin unserer Schule für das Landesfinale am 20. März in der Bremischen Bürgerschaft qualifiziert. Ihr Weg dorthin steht beispielhaft für das, was „Jugend debattiert“ auszeichnet: sorgfältige Vorbereitung, analytische Tiefe und eine klare, strukturierte Argumentationsweise. Der Wettbewerb fördert jedoch nicht nur fachliche Kompetenzen. Viele Teilnehmende berichten, dass sie durch das Debattieren deutlich selbstbewusster auftreten, sicherer vor Publikum sprechen und lernen, unterschiedliche Meinungen als Bereicherung zu begreifen. Argumente werden nach klaren Prinzipien aufgebaut, Einwände konstruktiv aufgenommen, Gespräche zielorientiert geführt. So entsteht eine Gesprächskultur, die weit über den Wettbewerbstag hinaus Wirkung entfaltet.

Für unsere Schule ist die aktuelle Qualifikation ein besonderer Moment. Bereits zum zweiten Mal stellen wir Bremens beste Vertreterinnen und Vertreter für das Bundesfinale in Berlin. Darauf sind wir stolz. Es ist ein Zeichen für die kontinuierliche Arbeit an sprachlicher Bildung, demokratischer Haltung und argumentativer Klarheit.

„Jugend debattiert“ zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Demokratie sein kann, wenn junge Menschen lernen, respektvoll zu streiten und Verantwortung für das eigene Wort zu übernehmen. Dass wir als Lerche erneut auf Bundesebene vertreten sind, erfüllt uns mit großer Freude – und mit berechtigtem Stolz.

Posted by Lerche on 28. März 2026

Schulradio Lerche: Hass trennt – WIR verbinden.

Unter diesem Leitgedanken organisierte die Anti-Rassismus-AG erstmals eine besondere Sendewoche an unserer Schule: Mit ihrem einwöchigen Radioprojekt Aid against Hate setzte sie ein klares Zeichen für mehr Respekt, Engagement und Zusammenhalt im Schulalltag – ein Impuls, der in vielfältigen und demokratischen (Schul-)Gemeinschaften unverzichtbar ist.

Im Verlauf der Woche griff das Schulradio – täglich eingeleitet durch einen von Herrn Ascher komponierten Jingle – gezielt Themen auf, die im Alltag vieler Schüler*innen eine bedeutende Rolle spielen. Jeder Tag beleuchtete dabei einen eigenen Schwerpunkt: Am Montag stand Rassismus im Fokus, am Dienstag die Angst vor dem Unbekannten, am Mittwoch Cybermobbing, am Donnerstag Stereotype bzw. Vorurteile und am Freitag der Themenschwerpunkt Queerfeindlichkeit – mit einem Gastbeitrag von Frau Kolano von der AG Bunte Lerche.

Neben den Informationen zu den Themen und den in die Beiträge eingebundenen Zitaten, bildete die tägliche Challenge den Abschluss jedes Radiobeitrags. Diese Impulse zielten darauf ab, die Thematik des Tages auch im real life umzusetzen. So wurde die Schulgemeinschaft beispielsweise dazu ermutigt, Komplimente in verschiedenen Sprachen zu lernen und bewusst weiterzugeben sowie durch einfache Gesprächsanlässe – etwa Fragen nach der Lieblingsmusik – gezielt auf bislang weniger bekannte Mitschüler*innen zuzugehen. Auf diese Weise schuf das Radioprojekt nicht nur Raum für Information und Sensibilisierung, sondern förderte zugleich ganz praktisch Offenheit, Empathie und den Austausch untereinander.

Und genau das ist es, was man sich aus einer diskriminierungskritischen Perspektive auf Schulentwicklung immer wieder vergegenwärtigen muss: Eine lebenswerte Schule kann nur dort entstehen, wo Menschen einander zuhören, füreinander einstehen und Vielfalt als Stärke begreifen – ganz im Sinne des Projektmottos:

„Liebe, Digga, Liebe.“                 

Von Ruken Günay